Estland – Erste Erfahrungen mit Finnlog und Häusertour

Auf nach Estland …

… war das Motto am 19. und 20. November 2018.

Wer sind die Leute bei Finnlog? Welche Häuser haben sie bereits gebaut? Welche Optimierungen sind an unserem Bauprojekt möglich? Unsere Eindrücke dieser Reise lest ihr in diesem Beitrag:

Anreise

Um die Firma, Menschen und Häuser von Finnlog besser kennen zu lernen, wurde ich von Finnlog nach Estland eingeladen. Meine Begleitung war nicht wie sonst so häufig meine lieben 3 Kinder und meine nette Frau, dieses mal kam Karl Kraut mit nach Estland. Karl ist eine Blockhausgröße in Deutschland und Bauingenieur und übernimmt den Vertrieb für Finnlog in unserer Region. In den Gesprächen mit ihm merkt man ihm die mehr als 20 Jahre Erfahrung im Blockhausbau an. Einst für Honka unterwegs, fühlt er sich mit seiner Begeisterung fürs Holz nun bei Finnlog in Deutschland heimisch.

Von Berlin Tegel flogen wir gegen 08:55 Uhr nach Riga mit einer A320. Ab dort wurde es bei unserem Weiterflug nach Tallinn, in einer Bombardier DHC-8, enger und lauter. Dort kamen wir gegen 13:00 Uhr in der Zeitzone UTC+2 an, Reisezeit also etwas 3 Stunden.

Ankunft und Besichtigungen

In Tallinn angekommen, holte uns Edward Aganits, vom Flughafen ab. Edward verantwortet aus Estland den deutschsprachigen Sektor von Finnlog. Edward spricht gutes Deutsch, was die Orientierung vor Ort erleichtert. Nach einem kleinen Mittags-Snack ging es auf Besichtigungstour.

Haus 1 war ein sehr moderner Cubus-Bau, eigentlich so etwas was wir uns auch vorstellen könnten, wenn da nicht das Bauamt wäre :D. Was mir sehr gut gefiel, war das Spiel mit den Farben. Grau und Olive im Kontrast, klare und schlichte Formen. Toll fand ich auch den überdachten Eingangsbereich. Was auffällt ist die relativ große Terrassen-Fläche. Für alle Blockhauskenner – an den Hausecken seht ihr eine City-Ecke, also eine verkürzte Kreuzung der Balken, die verkleidet ist. Moderne Blockhäuser wählen gern diese Form.

Haus 2 erreichten wir gegen 15:00 Uhr, schon in der fortgeschrittenen Dämmerung – die Bilder lichten hier mehr Licht ab, als eigentlich vorhanden. Nicht nur ich, sondern auch Karl, war von diesem Haus sehr angetan. Auch sehr modern, kein Dachüberstand, eine riesige Glasfront, dahinter ein großer Raum. Und auch hier in noch größerem Ausmaß Terrassen an Front- und Rückseite, kombiniert mit Treppen. Wie ich dort lernen sollte – die Esten lieben Treppen an Ihren Terrassen 😉 Das kann ich sogar nachvollziehen, auch wenn es in Deutschland nicht so üblich ist. Was weiterhin unüblich war, ist der Innenausbau – dort wo bei uns Wände aus Gipskarton und OSB entstehen würden, sind hier alle Wände mit Leichtbeton gemauert. Andere Länder andere Bauweisen … Alles in allem ein wirklich schönes Haus :).

Haus 3 erreichten wir gegen 15:40 Uhr dann schon in nahezu totaler Dunkelheit. Wir fanden einen ca. 140 m² großen Bungalow vor. Besonders gefallen haben mir die Außenfarbe und die erkennbaren Fensteröffnungen, die eine gelungene Platzierung versprachen. Was direkt auffiel war das mächtige Dach, mit einem sehr hohen Aufbau, was das Ergebnis einer Aufsparrendämmung ist. Dadurch sind die Sparren im Dachstuhl sichtbar, das Dach trägt jedoch deutlich auf. Hier muss man entscheiden was man will. Zum Thema andere Länder andere Baupraktiken sieht man auf den Bildern, den Sand mitten im Gebäude. In Estland ist es nicht üblich auf eine Bodenplatte zu bauen, man bringt den Beton erst nach Errichtung des Rohbaus ein.

Abendprogramm

Da im Estnischen Winter die Tage noch kürzer als in Deutschland sind, haben wir uns nach den 3 Häusern bereits dem Abendprogramm gewidmet. Edward war so lieb uns durch die Altstadt von Tallinn zu führen. Neben einem komplett erhaltenem historischen Kern, samt noch vollständiger Stadtmauer, findet man in Tallin jede Menge neue Architektur. Hat man als Liebhaber moderner Architektur, und damit meine ich nicht einen schnöden Glas-Einkaufstempel, nach langer Anfahrt in Deutschland ein Objekt gefunden, an dem man sich erfreuen kann, so stellt dies in Tallinn fast schon den Normalzustand dar. Besonders gelungen fand ich die Renaissance der alten Gebäude. Die unteren Stockwerke waren aus alten Steinmauern mit gekalkten, schön beleuchteten Wänden – darauf gesetzt waren moderne Architekturen aus Stahl und Glas.

Verhungern mussten wir schließlich auch nicht, was essen angeht muss sich hier Tallinn nicht verstecken. Das Hotelzimmer für die Übernachtung war  luxuriös, wenn auch für meinen Geschmack das Hotel „too much“ an Bling-Bling und edlen, glänzenden Materialien bereithielt.

Bei Finnlog im Büro

An Tag 2 sind Karl und ich zu Finnlog ins Headquarter gefahren. Dort habe ich mich mit der Architektin von Finnlog getroffen, um mein Projekt durch sie weiter optimieren zu lassen. Und ich muss sagen, sie hat genau die Punkte getroffen, die uns auch noch ein wenig am Entwurf gestört haben. Die Kundensicht einzunehmen und vor allem Lösungen aufzuzeigen, waren im Gespräch eine Selbstverständlichkeit. Ich fühlte mich verstanden und bekomme zeitnah einen angepassten Entwurf.

Finnlog_Farbtafel

Eindrücke zu Estland/Tallinn

  • Andere Zeitzone – UTC+2
  • Sehr sehr moderne Architekturen im ganzen Gebiet verteilt. Ich weiß nicht warum, entweder in Estland gibt es lockerere Baugesetze oder es existiert mehr Mut. Neben einer riesigen Schule mit einer Fassade aus gerostetem Eisen, habe ich jede Menge Wohngebiete mit verschiedenen Architekturepochen und -stilen nebeneinander gesehen. Und ich muss sagen, es hat meinem Auge nicht geschadet 😉

Erste Eindrücke zu Finnlog

  • Nette, menschliche Mitarbeiter
  • Alle bis zu den Geschäftsführern bodenständig
  • Kompetente und Lösungsorientierte Beratung und Planung
  • Renomierte Holzhausbaufirma in Estland

Das Ziel der Reise, die Häuser von Finnlog und auch die Mitarbeiter kennenzulernen, ist vollkommen aufgegangen.

3 Gedanken zu „Estland – Erste Erfahrungen mit Finnlog und Häusertour

    1. Hallo Mayada,
      wir schließen eben die Planung mit Finnlog ab und werden in Kürze Bilder von dem Hausentwurf posten können. Wir sind ja aktuell dabei ein Haus abzureißen und haben uns in der grundsätzlichen Form an dem alten Körper orientiert, um beim Bauamt nichts anbrennen zu lassen. Nur haben wir eben alles deutlich moderner geplant:
      * Statt 1,5 Geschosse werden es 2 Vollgeschosse
      * Auf der Seite hangabwärts mit Blick ins Grüne werden wir eine komplette Glasfront haben. Alle anderen Zimmer haben ebenfalls rießige Fenster
      * Großer Luftraum über 2 Etagen im Ess-/Kochbereich
      * Und natürlich schöne Holzwände 🙂
      LG,
      Aron

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